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Hallo! Guten Tag, liebe Leserin, lieber Leser,

 

zunächst wünsche ich Ihnen, dass es Ihnen gut geht.  

 

Es ist kein Zufall, da Sie diese Homepage geöffnet zu haben, weil es keine Zufälle gibt. Vielleicht finden Sie  Gedanken, die Sie zum Nachdenken anregen. Falls meine spirituelle Richtung - die Mystik - nicht die Ihrige ist, macht nichts, vielleicht gefallen Ihnen Witze, Lieder, Geschichten, die Sie unter den Links finden.

 

Mit einer Werbung für etwas haben die Texte nichts zu tun. Sie dürfen sie kopieren und weiter geben.

Da ich kompakt schreibe, rate ich, nur einen Abschnitt oder eine Seite zu lesen und sich darüber Gedanken zu machen. Vielleicht ist es für Sie schwierig, den Glauben der Mystik zu verstehen. Bei ihm ist es wie bei allem was diese Welt übersteigt, es kann nicht gewusst oder bewiesen werden, sondern geglaubt. Auch Atheisten können nicht beweisen, dass es keinen Gott gibt, sie glauben es. Etwas zu glauben, gehört zum Wesen des Menschen.

Anstatt „Gott“ verwende ich auch DEM, ER/SIE/ES, IHN, das Ganze, da Begriffe, wie dicke Bücher, ein Geheimnis nur unkorrekt ausdrücken können. ES ist nicht beweisbar. ER/SIE/ES vereint alle positiven Begriffsinhalte in sich. Als Teil von ihm, kann ich hier nur Teile davon leben, drüben das Ganze. ES ist der Grund des Universums. ES kann ein Du sein - oder Energie, aus der die Materie wurde.

Ich glaube nicht dem, den wir Gott nennen, er ist für mich Gewissheit. Dies wünsche ich allen Menschen.

 

Was ich hier äußere, bekam ich intuitiv und aus dem Gedankengut von Willigis Jäger und Annette Kaiser, die in der östlichen und westlichen Mystik zu Hause sind.

Ich schreibe, was ich glaube. Sie haben wie alle anderen das Recht, zu glauben und meinen, was Sie als wahr ansehen. Die Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit gehört zur Würde des Menschen. Wenn Sie zu dem, dem Sie nicht zustimmen, nicht sagen: das ist falsch, sondern: ich glaube/meine anders, bleibt die Achtung vor dem Glauben, der Meinung anderer und Einheit in der Verschiedenheit erhalten, und damit der Friede. Bekämpfe ich, was ein anderer glaubt, beginnt eine unnötige Diskussion, was letztlich in einem Glaubenskrieg enden kann. Alles Große beginnt im Kleinen, positiv wie negativ. Die ganze Wahrheit und Liebe, die total richtige Erkenntnis, hat in dieser materiellen Welt niemand. 

 

Immer mehr Menschen erkennen das All-eins-sein im Urgrund. Der universale Quantensprung am Ende der Zeit wird die Zurückverwandlung der Materie in Energie sein. Dann wird sein, was vor dem "Urknall" war. Alles ist eins im Ganzen - und das Schöpfungsspiel zu Ende. So sieht es die Mystik.

Mit dem Titel: Komm-gut-heim, meine ich diesen Zustand. Ich wünsche, dass alle Menschen, gleich welcher Religion sie angehören, dies glauben, dass auch Atheisten, falls es solche gibt, sich zu diesem Glauben entwickeln, und sei es erst in der Sterbephase. Um dies zu glauben, braucht es keine Religion. Religionen haben den Sinn, Menschen mit Gott zu vereinen. Das Wir ist in uns wesentlich, auch in der Beziehung zu IHM. Gemeinsame Gottesdienste, die Rituale, Bräuche können wohltuend sein, oder eine Pflichterfüllung. Da die Religionen aus Menschen bestehen, sammelt sich auch das Negative in ihnen: das Streben nach Macht, Geld und Gut, bis hin zur Gewalt und zu Kriegen. Wer sich picken lässt, wird gepickt, dieses weltliche Prinzip gibt es auch in den Religionen. Theorie und Praxis klaffen auseinander.

 

Vor dem künftigen Zustand haben wir den hiesigen. Deshalb wünsche ich mit „Komm gut heim“, jedem der unterwegs ist, dass er/sie ohne Panne und Unfall zu Hause ankommt. 

Im schönsten Haus kann ich aber einsam sein, wenn ich nicht bei mir selbst zuhause bin, wenn ich, bin ich mal allein, den Frieden nicht habe. Nur wenn ich den Frieden in mir habe, kann ich zufrieden sein, nur dann kann eine Gemeinschaft gelingen. Ich kann nur dann andere achten und lieben, wenn ich mich selber achte und liebe. Das füreinander Dasein hat im Einsein des Universums, im göttlichen Kern eines jeden Menschen seinen Grund. ES ist Liebe. Sie fließen lassen, ist unsere Aufgabe. Je mehr ein Mensch Vergnügen und Andere braucht, um zufrieden zu sein, umso weniger ist er in sich zu Hause, umso mehr hat er das Ego in sich. Andere gebrauchen, ist egoistisch, sie lieben, entspricht unserem Wesen. Je mehr ich liebe, umso mehr werde ich der, der ich bin, umso mehr habe ich den künftigen Zustand schon in dieser Welt in mir. Wer mehr im Gegenteiligen lebt, ist weniger in sich zuhause und unglücklicher.  

Je mehr ich mit mir und meiner Umwelt eins bin, wenn ich Fremdbestimmungen abschüttle, meinen Wert, meine Gaben erkenne, wenn ich mich nicht als Sünder ansehe oder minderwertig, sondern göttlich, als der, der ich bin, mit Stärken und Schwächen, teils Opfer, teils Täter, wenn ich die Ereignisse annehme wie sie waren, wie sie sind, sie zum Guten ändere, falls dies nötig und möglich ist, wenn ich zum Loslassen bereit bin und für alles danke, besonders, wenn ich mich über den Dreck auf der Straße freuen kann, umso mehr hole ich den künftigen heilen Zustand in dieses Leben herein, bin zu Hause und relativ glücklich.

 

Die Gedanken in diesen Texten sind für mich wertvoller als materielle Werte. Für offene Menschen können sie eine Tür für weitere Erkenntnisse öffnen.

Es geht mir darum, Sie, liebe Leser, zum Nachdenken anzuregen und helfen, dass Sie in Ihrem Bewusstsein voran schreiten, konkret: dass Sie durch positives Denken und Reden, durch einen befreienden Glauben und die daraus resultierende Freude, die Ängste in den Griff zu bekommen, besonders die vor dem Tod; es geht mir um den Frieden, die Freiheit, um authentisches Leben, die Gesundheit, ein gutes Miteinander, um den Schutz der Schöpfung, die Einheit des Ganzen. Prüfen Sie, ob, was Sie glauben, auch wirklich Ihr Glaube ist, ob er in unsere relativ aufgeklärte Gesellschaft noch passt. Was die Welt übersteigt ist nicht beweisbar, vernünftig sollte es schon sein. Dass ein Quadrat rund sein kann, brauche ich nicht annehmen.

Meine weitere Absicht ist, Sie anregen, durch tiefe Fragen: was ist für mich wesentlich; wer/was ist mein und des Ganzen Ursprung; was kann ich für unsere Gesellschaft und unsere Nachwelt tun, damit sie gerechter, lebenswerter wird, so, dass alle Menschen und die, die nach uns kommen, so gut leben können wie wir; wer bin ich; was geschieht nach diesem Leben, nach Antworten suchen. So schürfen Sie immer tiefer und kommen zu einem aufmerksameren Leben.

Schließlich möchte ich durch diese Texte meinen Beitrag leisten, dass weniger gelitten wird, dass die Leser froher werden, indem sie bewusster das Gute und Schöne wahrnehmen, dass sich ihre Ängste verringern und lernen, ja zu unveränderbarem Negativen zu sagen, dass sie alles als Geschenk ansehen. Wer das Gute aus allem herausfiltert und froher lebt, bleibt auch gesünder.

 

Jeder Mensch unterscheidet sich vom anderen nicht nur äußerlich. Es gibt in dieser Welt die Einheit nur durch die Toleranz in der Vielfalt, im Gutsein, im natürlichen Wir. Das Ego, die Lügen, übermäßiges Streben nach Geld, nach Vergänglichem, die Gewalt in Wort und Tat, belasten das Miteinander, führt zu Trennungen von Mensch zu Mensch, zur Missachtung von Tieren und Pflanzen, des Kosmos insgesamt. Die Orkane und Erdbeben, welche sich häufen, wie die rasche Gletscherschmelze, werden, so meinen es einige, von uns Menschen verursacht. Unvernünftiges Verbrauchen, weltweit, macht Menschen und unsere Mutter Erde krank, die mit Gewalt zurückschlägt. Viele haben die Fehlentwicklungen erkannt und versuchen zu retten was zu retten ist. In der Gier nach Haben kann die Frage nach dem Sinn nicht beantwortet werden, da alles Materielle unvollendet und vergänglich ist. Deshalb suchen immer mehr Menschen in spirituellen Angeboten nach dem Wesentlichen. Die Esoterik boomt. Sie führt in die Mystik. Es geht mir nicht nur um das Wohlfühlen, um ein Wissen von Geheimem, um eine Theorie, sondern, dass ich mich zu dem entwickle der ich bin, dass ich annehme was ich nicht ändern kann, um den Frieden im Alltag für alle Menschen. Wir stehen nicht vor einem Chaos, auch wenn es künftig viele Tote geben sollte. Auch der Tod kann in Frieden angenommen werden. Die Entwicklung ging von Anfang an stets aufwärts. Sie geht weiter aufwärts. Der Tod, wann, wo und wie er kommt, gehört zum Leben. Wer glaubt, dass er uns aus diesem „Jammertal“ in die Vollendung führt, hat weniger Ängste und mehr Frieden. Es gibt Menschen, die sich auf das Danach freuen. Ich auch. Die Meisten fallen in ein Loch, wenn der Arzt sagt, sie haben eine unheilbare Krankheit. Auch wenn sie bis dahin über manches geklagt haben, haben sie jetzt nur noch einen Wunsch. Auch wenn sie sonntägliche Kirchgänger sind, sieht es aus, als vergessen sie, dass das Leben nicht sterben kann, oder sie haben es noch nie geglaubt. Welchen Sinn hat es dann, dies zu tun?

  

Diese verrückte Welt, in der so viel Schlimmes geschieht, in der so viel gelitten wird, wenn das alles wäre, wären wir dann nicht betrogene Existenzen? Hätte ich nur die Ungerechtigkeiten und die Leiden im Blick, würde ich lieber von ihr gehen. Nur, jeder hat hier seine Aufgaben. Da es die materielle Welt, Sie und mich gibt, hat dies einen Sinn, sonst gäbe es uns nicht. Dieses Leben ist eine Hausforderung. Wir leben in einem Zustand des Unvollendetseins zwischen dem Vollendetsein, welches wir hatten und wieder haben werden. Wir sind hier um Erfahrungen zu machen, zu lernen, uns zu entwickeln zu dem der wir sind. Da es auch viel Gutes und Schönes gibt, haben wir allen Grund, uns zu freuen und für alles was ist dankbar zu sein.

 

Die Kirche spricht viel von Jesus dem Erlöser. Warum diese materielle Welt erlösungsbedürftig ist, auf diese Frage kann es Meinungen geben, die alle unbefriedigend sind, weil wir hier auch wie in einem Nebel stehen. Die Religionen gründen in Negativen. Wäre die Welt heil, wären sie überflüssig. Heil werden kann jede/r, wenn er/sie um sein Göttlichsein weiß. Je klarer mir bewusst wird, dass ich ein Kind, Tochter/Sohn, ein Ebenbild Gottes bin, umso weniger kann das Negative meinen Frieden stören. Da dies bei mir zutrifft, sende ich diesen Ihnen, besonders den Friedlosen und Leidenden zu.

 

Gute Menschen bemühen sich um die Gerechtigkeit und sind gegen Gewalt. Es wird fast immer verkannt, dass die Täter unglückliche Menschen sind, Ängste haben, dass sie sich selbst nicht lieben. Besonders ihnen sende ich mein Mitgefühl! Ihr Ego verhindert zu erkennen, dass auch sie eins in DEM sind, der das Ganze umfasst. Sie schädigen nicht nur ihre Opfer, sie stehen ihrem Glück selbst im Wege. Da nichts verloren geht, müssen sie neben diesem unglücklichen Leben auch noch ihre Schulden begleichen. Wie groß diese sind, kann niemand messen. Wir alle wurden und sind Opfer und Täter.

 

Mitgefühl und Achtung verbinden uns. Damit zeigen wir, wer wir sind. Das Gute ist in jedem Menschen. Es wird allgemein zu sehr in gut und böse, richtig und falsch eingeteilt. Jeder kann sich täuschen, Vieles können wir nicht verstehen. Es werden Gegensätze aufgebaut, das Negative wird zu oft mehr beachtet als das Gute. Die Geschichte wird, wie das was heutige geschieht, verschieden beurteilt, da niemand die Wahrheit hat.   

 

Wir alle kommen vom „Himmel“ und gehen wieder in ihn zurück, auch die „Hitlers“. Es wird einst alles eins im Ganzen sein. Die Sehnsucht zeigt das Heimweh nach der Heimat an. Hier wird sie nicht gestillt. Durch die Harmonie, das Gut sein, bin ich der Vollendung nahe. Da das Ganze Liebe und Wahrheit ist, ich in IHM verwoben bin, habe ich, wie jeder Mensch, Liebe und Wahrheit in mir. Da mir Liebe geschenkt ist, ist mein Gut sein nicht meine Leistung. Im Alltag zeigt sich die Liebe, wenn ich annehme was ist, anderen und mir vergebe, urteilen und verurteilen einschränke, durch das Loslassen dahinsterbe bis zum Tod, und, wenn ich durch gute Gedanken, gute Wünsche und gutes Tun die Liebe weiter gebe, besonders zu leidenden Menschen, oder, wo derzeit ein Krieg ist, wo eine Naturkatastrophe war oder Unfälle geschahen.

 

Auch wenn Viele über Vieles klagen, ist meine Sicht, dass wir in einer guten Zeit leben. Wir wurden freier. Einerseits mindert der Kapitalismus die Freude am Leben, da er das Kapital über den Menschen stellt und dadurch Unrecht geschieht, anderseits wurde das Leben durch die Technik und die Möglichkeiten, sich zu vergnügen, sich leicht fortzubewegen, viel angenehmer. Viele leben selbstbewusster und verantwortlicher als die Menschen vor 60 Jahren lebten. Sie lassen sich nicht entmündigen und haben den Mut, unrechter Macht zu widersprechen. Die Achtung voreinander und vor der Schöpfung, die Gerechtigkeit, die Toleranz, auf sein Empfinden achten, mit anderen fühlen, wird immer mehr gelebt. Immer mehr erkennen, dass für sie nicht das was ihnen jemand sagt wesentlich ist, auch nicht von Kirchenleuten, sondern die innere Stimme, die in der Stille vernommen werden kann. Mitgefühl mit allen Wesen haben, besonders mit den leidenden, ist nicht nur ein Grundsatz des Buddhismus, es ist der Grund für das Miteinander aller Menschen, auch für den Umgang mit den Tieren, den Pflanzen und der ganzen Schöpfung. So ein Leben fördert nicht nur den Frieden, es mindert auch die Ängste, aus denen so viel Leid kommt. Das Ich, an dem das Ego klebt, das trennt, wird immer mehr seine Dominanz verlieren. Die Freiheit, die Harmonie, die Einheit wird größer, und damit die Lebensfreude. Dies ist in der Evolution vorgesehen, der Mystik zufolge.

 

Geld brauchen wir zum Leben, Vergnügen kann Freude bringen, beide und der Besitz können aber die Sehnsucht nie völlig stillen. Zur größeren Fülle kommen wir, wenn wir das Gute und Schöne in allem suchen, einfühlsamer werden, für alles dankbar sind und versöhnt mit allem.

 

Unser Hiersein, wann und wo wir leben, unsere Eltern, Begegnungen, Partner, Berufe, der Tod, sind uns vorgegeben, auch wenn wir zum Teil frei entscheiden konnten. Ereignisse und Menschen können Freude bereiten und belasten. Durch das gebildete Gewissen erspüren wir, was wir sollen. Alles verändert sich. Die Entwicklung endet, wenn alles ins Ganze einmündet, wie ein Fluss ins Meer.

 

Die Kunst des Lebens ist: achtsam sich und alles wahrnehmen, Liebe weiterschenken, zu Leiden die nicht änderbar sind ja sagen, glauben, dass alles einen Sinn hat und dass das Leben trotz allem es gut mit uns meint. Die Kunst des Sterbens ist: inmitten von Plänen, von sinnvollem Tun, bei bester Gesundheit zur größten Veränderung bereit sein. Wer so lebt, lebt angstfreier, froher und gesünder. Depressionen kennt er kaum. Es war wie es war, es ist wie es ist, es kommt wie es kommen soll. Basta.

 

Viele haben sich ihrer Glaubensgewissheit wegen töten lassen. Sehr viele wurden getötet durch Atheisten, welche den Menschen den Glauben an Gott mit Gewalt verboten, oder durch Fanatiker einer Idee oder eines Glaubens, die den Menschen ihren Glauben aufzwangen oder aufzwingen. Durch die Kreuzzüge, die Hexenprozesse im Mittelalter und zur Zeit der Kolonisierung waren es die Christen, die anderen ihres Glaubens wegen schändeten, töteten. Heute tun dies die Islamisten. Der Kommunismus hat maßloses Leid über die Menschheit gebracht. Es ist unverständlich, es ist ein Geheimnis, dass ausgerechnet Gott in Kriegen, eine Rolle spielt, und auch, dass Menschen überhaupt so grausam sein können, dass sie kaltblütig und bewusst andere töten, Millionen, was Tiere nicht tun. Der wesentliche Trost ist für mich, dass die Toten den Erdenschmerz nun hinter sich haben und in die Vollendung eingegangen sind, sowie, dass sie alle irgendwann gestorben wären. Diese Sicht kann die Schmerzen, die durch das Massensterben in Kriegen und Umweltkatastrophen ausgelöst werden, wie das Sterben eines Kindes in einer Familie, mindern. Alles was geboren wird, stirbt. Und jeder hat zu verantworten, was er tut, sofern er frei ist.  

 

Wissenschaftler sagen: Es gibt mehr als was wir erforschen können. Sie stellen in der Schöpfung eine Unendlichkeit und stete Entwicklung fest, wie auch Sprünge. Vieles geschieht, das nicht logisch ist. Gott entfaltet sich in ihr. ER/SIE/ES strahlt durch mich in meine Umgebung und offenbart sich mir durch alles was ist. Mit meinen Sinnen kann ich ES somit wahrnehmen, wenn ich dies glaube. 

 

Es geht nichts verloren was ich denke, spreche, tue. Wenn ich den materiellen Panzer geknackt habe, wie das Küken die Eischale, dann erkenne ich das Gute das ich getan und was ich mir eingebrockt habe deutlicher, als es hier möglich war. Hass, festhalten an einer Ablehnung, Gier, Neid, eine Sucht, Trägheit, Selbstmitleid, Schuldzuweisungen machen unglücklich. Sie trennen. Über seine Schatten hinauswachsen geht langsam - und jeder hat welche. Mir wurden schon mehrere Fahrräder gestohlen, es wurde bei mir fremder Müll abgestellt, in der Natur werden alte Möbel abgeladen, viele Monate besetzte jemand ständig einen Parkplatz, welchen Kurzzeitparker dringend gebraucht hätten. Solche Täter, bis hin zu Mördern, strafen sich selber. Sie können oder wollen sich nicht in andere einfühlen, sie haben den Frieden nicht in sich. Wenn sich das Gewissen nicht mehr meldet, spätestens in der Sterbephase bekommen wir die wahre Erkenntnis über alles, - und jeder wird sein Richter. Freude über das Gute ist der Himmel, Reue über das Schlimme die Reinigung.

 

Zu jenen, die mich beschimpfen, schädigen, zu Lügnern, Betrügern, Gewalttätern Mitgefühl haben, ist eine größere Tat als eine anonyme Geldspende, - und der Schlüssel zum Frieden. Diese sind unglücklich, haben Ängste, fühlen sich minderwertig. Sie sind verblendet, da sie in Geld und Gut, in ihrem Ich, in ihrem Machtgehabe einen viel zu hohen Wert sehen. IHN haben auch diese in sich, ES aber kann umso weniger wirken, als das Ego, der Hass, der Geiz, die Habsucht mächtig sind.

 

Mitgefühl habe ich auch mit denen, die, wenn die Natur am schönsten und angenehm das Wetter ist, in ihrer miefigen, chaotischen Wohnung bleiben, denen der Fernseher, Zigaretten, Kaffee oder Bier genügt, die über fast alles schimpfen, sowie mit den Arbeitsscheuen.

Wer aus Faulheit auf Kosten anderer lebt, tut Unrecht, auch wenn er noch so fromm tut. 

Viele sind bei uns viel zu verweichlicht. Sie können die Herausforderungen des Lebens kaum bewältigen.

 

 Die Schuld anderer zu ermessen, ist kaum möglich, da keiner in dessen Haut steckt. Ich kenne deren Gene nicht, weiß vielleicht nicht, was in deren Kindheit geschah, was sie durchlebt und durchlitten haben. Beim Strafmaß in der Rechtssprechung, sollte auch dies berücksichtigt werden. Es kommt bei einer Schuld, wie beim Guten, auf den freien Willen, die Erkenntnisse und Umstände an. Ob Widermenschliches voll bewusst getan wird, wie weit die Mitwelt, eine Ideologie mitspielen, wer kann das wissen? Viele die geschlagen wurden, schlagen zurück. Wenige erkennen ihr Chaos und das ihrer Umwelt und werden gute Menschen. 

 

Auch hinsichtlich Selbsttötung durch Gewalt, kann die Schuld des Betreffenden nicht gemessen werden. Was kommt zusammen, damit so etwas geschehen kann? Wer sich tötet, kann sein Leben nicht töten, nur seinen Körper. Das Leben geht auch für Solche weiter, anders, wie bei allen.  

Wenn durch eine Krankheit das Leben sehr schwer wird, die Schmerzen groß und keine Aussicht auf Gesundheit ist, kann es zu der Überlegung kommen, durch ein Medikament den Körper zu töten. In der Schweiz und in Holland ist dies leichter möglich als bei uns. Einerseits bin ich für die Selbstbestimmung, anderseits ist uns Wesentliches vorgegeben. Mehr zu diesem brisanten Thema können Sie unter dem Link: Sterben und Danach, lesen. Die Für und Wider werden immer heftiger in der Öffentlichkeit ausgetragen. Die Entscheidung für ein Tötungsmedikament ist sicher eine sehr schwere.

Erfahren Sterbende ein Behütetsein, liebende Zuwendung, haben sie weniger den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe, so habe ich gelesen.

Wer zur Sterbehilfe ein striktes Nein sagt, sollte in Einrichtungen arbeiten, in denen Menschen qualvoll dahinsterben. Tiere werden von ihren Schmerzen erlöst. 

 

Die Evolution geht vielleicht über den Tod hinaus weiter. Materielles bleibt hier. Schulden  werden hier oder drüben beglichen. Letztlich wird wieder alles sein, wie es ursprünglich war. Wenn Sie an den totalen Frieden, die wahre Liebe im All-eins-sein glauben können, hätten Sie einen Halt in diesem Leben, und Sie könnten angstfreier heimgehen.

Als Heimatlose haben wir hier Sehnsucht. Sie ist, da wir die Heimat kennen. Orte binden manche Menschen sehr. Die wirkliche Heimat aber haben wir hier nirgends. Wir sind Gäste. Auf dem Tummelgelände dieses Lebens gibt es fast alle Plus und Minus. Es ist ein Ausbildungsplatz. Durch Achtsamkeit, Loslassen, wenn ich den Widerstand gegen nicht Änderbares aufgebe, kann ich schon hier zu der Erkenntnis kommen: ich bin im Ganzen und das Ganze ist in mir, ich bin ganz und das Ganze umhüllt mich. Dem folgt, dass ich nicht spalte, sondern Mitgefühl habe, die Verschiedenheiten respektiere, das gute Miteinander anstrebe.

 

In der erste Stunde, der Geburt, der letzte Stunde, geschieht in dieser Welt für dem Einzelnen das Wesentlichste. Beim Sterben wird mir eine totale Erkenntnis geschenkt. Barmherzigkeit – Gerechtigkeit – Liebe gehen Hand in Hand. Ich bin gespannt! Alles wird einst eins im Ganzen sein, dies glaube ich. 

 

Ältere sorgen sich um ihre Kinder und Enkel. Sie meinen, da diese nicht mehr in die Kirche gehen, gehen sie „verloren“. Damit meinen sie die Hölle, da sonntags nicht in die Kirche gehen zu den schweren Sünden gehört, wurde gesagt. Der Blick auf die Gebote kam früher bei Vielen vor dem Blick auf Gott. Dass der Kirchgang nicht der Maßstab für die persönliche Beziehung mit IHN sein kann, zeigen Kirchgänger, mit denen es schwierig ist, Kirchen zu essen, die gehen, um gesehen zu werden, weil das Brauch ist, weil ein Gebot es verlangt. Ist die Einheit mit IHM, zeigt sich dies im größeren Frieden, in der Gelassenheit, in der größeren Liebe. Fehlen diese Früchte, wird Theater gespielt.

 Die Einheit in IHM kann allein gelebt werden, oder in einer Gemeinschaft, so, wie bewusst Lebende es für richtig finden. Wesentlich ist die Linie: ER – Ich, nicht wer vermittelt. Die Intuition ist die  erstrangige Vermittlerin. ER offenbart sich in ihr, wie in der Schönheit und Weisheit der Natur und des Körpers. Wesentlich ist, dass ich IHN durch mich wirken lasse, IHN ausstrahle.

 

Im „Katechismus der katholischen Kirche“ habe ich in den Seiten 284 bis 300 gelesen, wo es ums Jenseits geht. Die Verfasser haben, was in diesem Buch steht, als verbindlichen Glauben für alle Katholiken erklärt. Wo bleibt da die Freiheit zum eigenen Denken, die Eigenverantwortung, die innere Stimme? Woher wissen sie, was im Jenseits geschieht? Da es nicht gewusst werden kann, ist, was der Einzelne glaubt, seine Sache. Die Weihe zu einem Amt, oder der Glaube einer Religion, können nicht eine verborgene Wirklichkeit erschaffen. Sie ist vorgegeben und ein Geheimnis.

In der Hölle sind nach der Meinung der Verfasser dieser Texte und für die „Gerechten“ nur die bösen Anderen. Deren Lebensumstände, Erfahrungen, Erbanlagen werden ignoriert, wie das eigene Ego, die eigenen Lieblosigkeiten, die Selbstgerechtigkeit.

 

Dass ich in die Materie noch einmal komme, glaube ich nicht. Jedes Mal müsste ich dann der negativen Anhaftungen an diese Welt wegen, dem Ego, der Täuschungen, die in jedem Leben geschehen, Schulden tilgen. Das wäre ein Fass ohne Boden. Für die Ausbildung und wie ich an die Prüfungen herangehe, genügt ein Leben. Ich glaube, dass in der Sterbephase oder danach die völlige Reinigung geschieht. Löst sich mit dem Tod das Ich auf, kann es eine Wiedergeburt dieser Person nicht mehr geben. Eine „Wiedergeburt“ gibt es im den Kreislauf der Materie.

Sollte ich als Person, die ich jetzt bin, noch einmal zur Erde kommen und ich weiß nicht, wann und wo ich schon mal hier war, wäre dieses eine Leben das einzige. Mit dem Wiedergeburtsglauben kann das Festhalten an das Ich verbunden sein. Mit ihm kann das Übel dieser Welt logisch erklärt werden, durch: wir haben die Schulden dieses Lebens wie früherer Leben abzubüßen. Das Ursache-Wirkungs-Prinzip ist mir zu logisch. Wir Menschen sind keine Maschinen, die nach Vorgaben, etwa wie ein Computer, funktionieren. Wie es wirklich ist, werden wir erfahren. Durch meinen Glauben kann ich eine Wirklichkeit nicht erschaffen.

 

Die Sammlung von Nahtoderfahrungen wurde umfangreich. Übereinstimmend wird berichtet, dass drüben Glück und Liebe pur ist, dass die Entwicklung drüben weitergeht. Sie wollten nicht mehr hier weiterleben. Sie veränderten sich danach. Die friedlichen Gesichter der Verstorbenen lassen vermuten, dass es so ist.

 

Je höher sich ein Mensch in diesem Leben entwickelt, desto geringer sind die Anhaftungen an diese Welt, desto höher kommt er drüben an. Dies zeigt sich, wie materiegebunden ein Mensch lebt, ob er loslassen will, ob er Mitgefühl hat, auch mit Tieren, ob er die Liebe fließen lässt, ob er werden will, der er ist. 

 

Was die Aussage: Ich glaube an die Auferstehung der Toten, meint, weiß ich nicht mehr. Früher habe ich darüber gepredigt. Die katholische Theologie war für mich stimmig. Heute glaube ich, dass die Materie wieder Energie wird. Energie ist Geist. Die Materie ist wie die Kleidung, die mir der Tod auszieht. Mein Körper hat ausgedient. Da ein Geist nicht sterben kann, kann er nicht auferstehen. Auferstehung kann gedeutet werden, wenn ich drüben mit Gott total eins werde, oder schon hier, wenn ich erkenne: ich bin göttlich, alles was ist, ist Gott, oder wenn ich von einer Sucht, einer Krankheit, einer misslichen Lage loskomme.  

Was wird mit: Jesus hat den Tod vernichtet, gemeint? Dies traf allein auf ihn zu, da allein er in diese Welt zurück kam. Alle Menschen sterben. Die toten Leiber werden nicht mehr lebendig. Wird Tod gesagt, die Hölle gemeint, gäbe es sie nicht, da er sie vernichtet hat, falls es sie je gab.

Jesu Auferstehungsleib war materiell, er konnte essen, reden. Ist dieser gestorben? Wo blieb er? Sein historischer Leib ist auch verschwunden. Da Jesus in verschlossene Räume kommen konnte, war er ein Geist. Wie der auferstandene Jesus war, ist, wie alles was in den Dogmen formuliert wurde, ein Geheimnis. Auch dass Jesus ohne Vater Mensch wurde, wie die Kirche sagt, ist ein Geheimnis. Ist alles göttlich, zeugen göttliche Väter göttliche Kinder. Gibt es zwischen Materie und Geist keine Grenze, ist alles eins.

 

Was über unser Erkennen hinausgeht, können wir glauben und mit Worten oder Bilder umschreiben, wie wir es verstehen. Wie es sein wird, werden wir dann „sehen“. Es wird anders sein, als wir meinen. Die Kirche sagt aber: Wenn du katholisch sein willst, musst du unseren Dogmen glauben. Es wurde etwas geschrieben, was von niemand gewusst werden kann, und sogar befohlen, es zu glauben. Dies ist das Paradox! Je tiefer ich denke, umso unvernünftiger ist für mich die christliche Theologie. In der Mystik geht um die Einheit Gott – Mensch. Katholiken haben zu viele theologische Konstruktionen, die von intelligenten Kirchenleuten geglaubt, vom Volk weniger bedacht, mehr oder weniger geglaubt werden.

 

In der Spannung von Wissen und Glauben ist die Kirche wie jeder Mensch. Sie kann zwar behaupten, unser „Dogmenwissen“ kommt vom Heiligen Geist. Bekommen demnach nur Kardinäle und Päpste von ihm Mitteilungen? Unterscheidet er zwischen denen, die ein Hochschulstudium und eine Weihe für ein Amt haben und dem niederen Volk? Woher kommt meine Intuition, die auch Gott ist? Was hat Jesu Auferstehung mit meinem Geschehen heute im Alltag zu tun? Wer kann erklären, was ein Auferstehungsleib ist? Wie ist die „Himmelfahrt“ und Wiederkunft Christi zu verstehen, wenn ich glaube, dass er als geistiges Wesen stets allgegenwärtig ist? Fuhr Jesus im Jahr 33 in den Himmel, und kommt er von diesem einst wieder zur Erde zurück als Richter? Gibt es außer der Materie Raum und Zeit? Wäre der Himmel nicht auch hier, wo sollte er dann sein? Hätten wir die Hölle nicht hier, wo sollte sie sonst sein? Der „Jüngste Tag“ wird von gläubigen Christen als das Ende dieser Welt angenommen. Jesus trennt dann alle die je gelebt, in gut und böse. Für die Einen geht`s in den Himmel, die noch Schulden haben ins Fegefeuer, für die Anderen in die Hölle.  

Vom Höllenglauben haben sich sehr viele verabschiedet. Die östlichen Religionen glauben, dass alles eins ist. Was ist nun wahr? Wenn Gott eins in allem ist, muss dann nicht eine Religion, die trennt, für die es auch die Hölle, die ewige Qual gibt, an Bedeutung verlieren? Kann es sein, dass es für einen Menschen letztlich die Liebe und Barmherzigkeit nicht gibt?

 

Der Teufel, der, wie alles, von Gott ausgeht, wurde/wird als Verursacher des Bösen, als Mächtiger in dieser Welt, als Widersacher Gottes, als der Herr der Hölle angesehen. Gibt es sie nicht, dann auch nicht ihn. Das Ego, die Täuschung, die Lüge, das Habenwollen ist natürlich. Dies zeigt sich im Verhalten der Kinder bevor sie reflektieren können. Dies ist die „Erbsünde“, die auch durch die Taufe nicht beseitigt wird. Das Böse im Menschen kann nicht von einem Satan kommen, da er nicht der Ursprung des Menschen ist. Was als das Böse bezeichnet wird, ist ein Geheimnis wie Gott und das Gute. Ich deute, das Böse ist, weil wir im Ungang mit ihm uns bewähren können oder ihm erliegen. Dies ist unser Entscheidungsraum. Und, da es uns läutert, steht es im Dienste des Guten.

 

Das Zentrum christlichen Glaubens ist: Gott wurde Mensch durch Jesus. Von der Sicht der Philosophie, ist, was diese Worte meinen, unauslotbar, nach der Mystik sind sie stimmig. Der Gründer der christlichen Religion ist demnach Gott selbst. Die Mystik glaubt, Gott wird Mensch durch jeden Menschen. Er offenbart sich in allem was ist.

 

Ist Gott eine allmächtige außerweltliche Person, wie ihn Christen sehen, wie kann dann sein, dass die Kirche, deren Gründer er ist, eine so mächtige Wirtschafts- und Kapitalmacht, in der Unmenschliches geschah, werden konnte? Dies ist nur möglich, in dem sie sich in den geistigen und den materiellen Bereich gespaltet hat. Die Kirche hat sich seit ca. dem Jahr 330 mit der Weltmacht verbündet, bis hin, dass der Papst über dem Kaiser herrschte, ein Heer und Sklaven hatte. Noch im letzten Jahrhundert stammten die meisten Bischöfe aus Adelsgeschlechtern. Ein Sohn der Familie war weltlicher, der andere kirchliche Herrscher.

Die Kirche wäre nur reformierbar, würde sie allen Besitz und alle Macht abgeben, welche zu dieser vergänglichen Welt gehören, würde sie allein ihre ureigenste Aufgabe wahrnehmen: Menschen auf Gott aufmerksam zu machen, einfach, ohne Dome, Titel, Kirchensteuer, ein Kirchenrechtsbuch, ohne mit einer von den Menschen abgehobenen Kleidung, auf der menschlichen Ebene. Die Kirche tut Menschen gut, die einen Wegweiser brauchen. Für wen seine Intuition, sein Gewissen sein Wegweiser ist, wer nicht nur glaubt, was seine Religion sagt, sondern IHN in sich und in allem Äußeren erfährt, der/die kann allein zum Gipfel weitergehen, auch ohne Gemeinschaft, die verbietet und befiehlt, ohne riesige Bauten und künstlerische Pracht, welche Geld kosten. Jesus verweist in seiner Bergpredigt auf die Blumen auf dem Felde. Er sagt: Selbst Salomo in all seiner Pracht, war nicht gekleidet, wie eine von ihnen. Kirchenobere sagten und sagen: Für Gott ist das Beste, Teuerste gut genug. Für teure Andachtsgegenstände, liturgische Kleidung, Kunstwerke, Bauten, Geld ausgeben, ist demnach wichtiger, als es Menschen in Existenznöten zu geben. Es wird dabei verkannt, dass ein Mensch ewig ist, die Dinge vergänglich, dass Gott vergängliche Kunstwerke nicht braucht um verehrt zu werden, um Gott zu sein.

 

Da es viele Glaubenskriege gab, könnte überlegt werden, ob es weniger oder mehr Kriege gegeben hätte, hätte es Jesus und das Christentum nicht gegeben. Es wird verkündet, dass von Jesus der Friede ausgehe. Diesen gab und gibt es nur in Teilen. Dass er und seine Freunde Besitz hatten, wird nirgends erwähnt. Jesus hat sich als Gewaltloser töten lassen, - und die Praxis vieler seiner Nachfolger, von Franz von Assisi und vielen anderen abgesehen, sieht anders aus. Eine Bekannte sagte mir, ihr Pfarrer sagte ihr: da sie etwas gegen mich gesagt haben, dürfen sie ihr bisheriges Ehrenamt nicht mehr ausüben. Demnach meint dieser, er sei makellos.

 

Was m a n glaubt, ist nicht mein Glaube. Den überkommenen Glauben überdenken, sich informieren was andere glauben, in sich hinein fühlen, sich bewusst entscheiden, besonders danach das Erkannte im Alltag leben, dies ist mein Glaube. Käme der christliche Glaube durch die Taufe, wären alle Getauften gläubig. Ein Glaube kann auch über Umwege gefunden werden. Er kann sich ändern. Was lebt, ändert sich. Es kommt darauf an, was ich erspüre, wie offen ich für Neues bin, ob ich lebe, was ich glaube. ES offenbart sich uns Menschen verschieden. Hier haben wir in allem nur Teile.

 

ES/Gott entfaltet sich im Universum. Durch „Höllen“ bekommen wir Erkenntnisse, welche wir ohne sie nicht bekämen. Wer meint, ein Geschehen, an dem er oder sie leidet, sei total ungerecht, wer sich nur als Unschuldslamm sieht, wenn nur die Anderen an einem Unglück schuld sind, wer nicht verzeihen kann, kann auch durch eine Demütigung keine neuen Erkenntnisse bekommen. Solche sind der Verzweiflung nahe. Was als Böse angesehen wird, kann eine Täuschung sein. Alles was geschieht hat eine Bedeutung. Es kommt darauf an, ob ich in einer Tiefe meine Chance zur Verwandlung nütze. Ein Leiden möchte Neues einleiten, vielleicht den Glauben zu ändern. Menschen die unrechtes tun, sind Gehilfen von Verwandlungen die vorgegeben sind. Wer dies so sieht, kann verzeihen und für sein „Unglück“ dankbar sein.

 

Alles wird verschieden beurteilt. Niemand weiß, wie das Tun der Übeltäter zustande kommt. Könnte sein, dass ich in ihrer Haut zu Gleichem fähig wäre und dass ich etwas tue, was ich bei anderen anklage? Durch meine Worte und Taten äußere ich wer ich bin. Durch das Gute geht es mir und der Umwelt gut, durch das Böse schlecht. Dies ist aber jeweils relativ, da wir hier mit beidem verwoben sind und nicht genau wissen, was gut oder schlecht ist. Es gibt nicht den guten oder schlechten Menschen, jeder ist beides. 

 

Das Ganze umfasst auch das Unrecht und die Leiden. Ist ES Liebe, sind auch diese Ausfluss Seiner Liebe. Dies ist das größte Paradox!! - Die Ratio und die Empfindungen können dies nicht verstehen. Es kann aber nicht zwei Ganze geben, ein gutes und ein böses, zwei Götter, einen guten und einen bösen. Aus der Zweiteilung kommt der Dualismus, den wir haben. Im neuen Bewusstsein, durch die Mystik, wird dieser langsam überwunden und größere Harmonie von Verstand und Herz, die Einheit insgesamt, angestrebt.

Das Böse gibt es nach der Mystik nicht. Was wir als böse beurteilen, ist dazu da, dass wir lernen, demütig werden, die Vergänglichkeit erkennen, zu neuen Erkenntnissen kommen, Veränderungen zustimmen.

Das Ego, ungerechte Macht, die Gewalt, die Lüge, der Hass, Habsucht, Geiz, Neid, Trägheit, die Süchte, können als das Böse angesehen werden. Sie können auch gedeutet werden, dass sie dazu da sind, dass ich durch Menschen, die in diesen „Sümpfen“ leben, geschliffen werde. So können diese Unglücklichen, ohne dies zu bedenken, für mich eine Hilfe zum Umdenken sein, zum Umglauben, zu erfüllterem Leben.

 

Auch am Guten hängt meistens das Ego. Loben tut gut. Was dem Guten zugrunde liegt, wird meist übersehen. Ich kann Liebe weiter geben und mich ungerecht bereichern. Bei Verabschiedungen, Jubiläen, Beerdigungen wird gelobt, was jemand geleistet hat. Zu wenig wird gesagt, was er ist oder war. Es wird zu wenig berücksichtigt, dass der Betreffende, was er als Geschenk bekam nur geformt hat. Auch die Energie ist Sein Geschenk. Künstler, Forscher, Lebensretter und Wissenschaftler sind besonders Beschenkte.

 

Dass es Satan und Hölle gibt, kann von den Worten Jesu abgeleitet werden. Diese sind kulturbedingt und es kann sein, dass sie nicht von Jesus stammen. Ich kam zur Überzeugung, dass Schuldzusprüche, Teufel und Hölle menschliche Erfindungen sind. Mit Opfer und Spenden könne man sich davor schützen, wurde gesagt. Durch zugesprochene Schuld wurden Menschen von den Kirchenleuten erniedrigt und abhängig, und durch die Spenden wurde die Kirche eine Kapitalmacht. In ihrer Verblendung erkannten die Kirchenoberen nicht, dass sie dabei den Gesetzen dieser Welt auf den Leim gingen. Das Weltliche in der Kirche kann auch unser sehr beliebte Papst Franziskus nicht verbannen. Den Petersdom, der mit Unrechtsgeldern erbaut wurde, kann und wird er nicht abbrechen lassen. Was an Unrechtem gewachsen ist, kann nicht von heute auf morgen beseitigt werden. Dies ist das Dilemma dieses Papstes. Könnte er aus Gewissensgründen in den unrechten Strukturen der Kirche nicht wirken und würde er die Theologie so unvernünftig ansehen wie ich sie jetzt sehe, hätte er dieses Amt nicht annehmen dürfen. Durch seine Reformen und den Fall Limburg, wurde die Kirche durchsichtiger. Dies kommt der Wahrhaftigkeit und dem Mündigsein der Menschen entgegen.

 

Da alle Wesen verbunden sind, sind wir füreinander verantwortlich, je nach Beziehung und Möglichkeit, mehr oder weniger, Politiker, Wirtschaftsbosse und Kirchenleute, auch Tiere und Pflanzen dürfen da nicht ausgenommen werden. Vor der guten Tat kommen gute Gedanken, gute Wünsche. Wichtiger als ein voller Teller, ist, wenn jemand nicht hungert, ihm zu helfen, dass er seine Würde, den Sinn, seinen Ursprung, sein Ziel, das Wesentliche erkennt. Mehr als die vergängliche Materie ist der Geist des Menschen. Dieser ist ewig, ganz und auch ein Teil vom Ganzen, mit einem Tropfen im Meer vergleichbar. Es hat nicht jeder Mensch eine Seele, sondern jeder hat Teil am Einen. ER/SIE/ES ist ewig, allgegenwärtig, Friede, Freiheit, Schönheit, Liebe. Einst wird ganz sein, was hier unvollendet war: die Wahrheit, die Liebe.

 

Wir alle sind Töchter/Söhne Gottes (Röm 8,14-16). Der Mystik zufolge, hat Gott nicht nur einen Sohn, Gott ist milliardenfaltig. Jesus sagte: Ich und der Vater sind eins, und: Was ihr den Geringsten getan habt, habt ihr mir getan. Wenn nun Jesus und Gott eins ist und wenn Jesus und wir eins sind, sind Gott und ich/wir auch eins. Die Kirche sagt: ER ist das Haupt, wir die Glieder. Beide sind eine Einheit. Sie sagt: Die Kirche sei der fortlebende Christus. Also bilden die ca. zwei Milliarden Christen den einen Christus, der sich aus ihnen zusammensetzt. Diesen Aussagen zufolge, blasen die Kirche und die Mystik ins gleiche Horn.

 

Da Menschen allgemein selbstbewusster wurden, starben und sterben nicht wenige, die gegen eine Diktatur kämpften. Andere ergreifen die Flucht, um nicht getötet zu werden, oder in ein besseres Leben, - und ertrinken im Mittelmeer, Tausende.

Naturkatastrophen nehmen zu. Vielen geht´s ums Geld und Macht. Die Gier plündert die Erde. Der Egoismus und der Kapitalismus wurden in der größeren Freiheit größer. Auch die Länder im fernen Osten, die eine friedliche Philosophie haben, werden mit dem westlichen Kapitalismus überschwemmt. Bosse, die sich vor ihm verneigen, sehen in den Euro`s ihren verehrungswürdigen Gott. Das Arbeitervolk wird zu Sklaven gemacht. Auch diese Ideologie verliert ihre Maske und geht vorüber.

 

Ungerechtigkeiten, Ego`s, dominante Menschen, Behinderungen, Bürgerkriege, Existenzminderungen, was alles sehr weh tun kann, führt bewusst Lebenden in ein höheres Bewusstsein. Neues, das höher führt, kann nur unter Schmerzen geboren werden. Deshalb brauchen wir vor Schlimmem, vor Ungerechtigkeiten, keine Angst haben. Sie müssen nicht erschüttern. Sie sind eine Chance. Das Ganze entwickelt sich auf die Vollendung hin, nach Plan. Den körperlichen Tod erleiden alle. Der führt uns in den besten Zustand.

 

In den vergangenen 60 Jahren hat sich Vieles positiv entwickelt. Menschen leben aufmerksamer, verantwortungsvoller, einfühlsamer. Geschieht irgendwo eine Katastrophe, sind sehr viele Menschen zum  Helfen bereit. Sie gehen in das Chaos und legen Hand an. Viele spenden. Autoritäten und die öffentliche Meinung, welche mit einer widermenschlichen Moral die Freude am Leben behindert haben, verloren ihre Macht. Viele glauben nicht mehr, dass es einen Gott gibt der bestraft, dass es eine Hölle gibt. Weniger Angst haben heißt, weniger leiden, froher sein. Menschen können sich heute freier entfalten. Die Frauen lassen sich in den Ehen nicht mehr unterdrücken wie früher. Das Ego ist die Ursache der Trennungen. In öffentlichen Ämtern, in der Entlohnung, sind sie den Männern noch nicht gleichgestellt, sie sind gottlob auf dem Weg dahin. Wir haben eine Kanzlerin, Tiere und Pflanzen werden mehr als früher geachtet und die Natur geschützt, vom Waldsterben spricht heute niemand mehr, die Abschaltung der Atomreaktoren wurde infolge von Störungen derselben beschlossen, die deutsche Mauer ist gefallen, Diktatoren wurden gestürzt, wir haben die EU, den Euro, die Rassentrennung in Afrika und die Sklaverei dort haben aufgehört, ein Farbiger wurde Präsident in Amerika, Menschen, Kulturen, Religionen kommen sich näher. Dies sind große Fortschritte, die viel zu wenig beachtet werden!

 

Das Ziel ist die völlige Einheit. Das Leben eines Menschen kann mit einer Quelle verglichen werden, dessen Wasser auf vielen Umwegen schließlich ins Meer einmündet. Die Fische fragen nicht, von welchem Fluss welches Wasser ist. Alles ist Nässe. Im „Meer“ ankommen, - das wird ein Fest sein! In ihm ist die wahre Heimat. Wenn die Freude darauf ungenügend ist, kann dies mit der natürlichen Liebe zu diesem Leben entschuldigt werden. Wäre diese nicht, gäbe es sicher viel mehr Selbsttötungen. Ich stelle mir vor, dass die Verstorbenen sagen: Wie dumm waren wir, da wir vor dem Sterben Angst hatten.

 

Der Gustav schimpft seine Rese, die beide 90jährig starben und nun im Himmel sind, mit: du bist schuld daran, mit deinen Kräutern und Pillen, dass wir erst jetzt hier angekommen sind, was wir jetzt haben, hätten wir schon vor 20 Jahren haben können. – Ich sage auch zu Leuten, welche auf gesunde Ernährung sehr bedacht sind: Es ist nicht gut, sich zu gesund zu ernähren, um alt zu werden, je länger wir hier sind, umso kürzer ist die Ewigkeit.  

 

Als Teil des Ganzen sende ich Seine Gedanken aus, durch diesen Text an Sie. Heilsame Erkenntnisse und dass Sie gut heim kommen, wünsche ich Ihnen,